Deutschlands mächtigster Vulkan könnte wieder ausbrechen
Bild/Foto: Foto: JuleeeLi / Wikimedia Commons / CC0
Der idyllische Laacher See in Rheinland-Pfalz verbirgt eine gewaltige Vergangenheit. Vor rund 13.000 Jahren ereignete sich hier einer der stärksten Vulkanausbrüche Mitteleuropas. Der Ausbruch erreichte vermutlich Stärke 6 auf dem Vulkanexplosivitätsindex VEI und setzte gewaltige Mengen an Asche und vulkanischem Material frei.
Ganz erloschen ist das Vulkansystem offenbar bis heute nicht. Wissenschaftler beobachten seit Jahren sogenannte tief liegende niederfrequente Erdbeben unter der Osteifel. Diese können entstehen, wenn sich magmatische Flüssigkeiten und Gase tief unter der Erdoberfläche bewegen. Seit 2013 werden solche Ereignisse unter und südöstlich des Laacher Sees registriert.
Eine 2026 veröffentlichte Untersuchung lieferte weitere Hinweise auf Bewegung im Untergrund. Für den Zeitraum von September 2022 bis August 2023 konnten Forscher mehr als 1.000 Mikro-Erdbeben erfassen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Flüssigkeiten und magmatische Prozesse die Spannungsverhältnisse unter der Region beeinflussen.
Auch Kohlendioxid tritt weiterhin aus dem Untergrund aus. Messstationen überwachen deshalb Quellen, sogenannte Mofetten und andere Austrittsstellen. Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung beschreibt den Laacher-See-Vulkan als ruhendes, aber weiterhin sich verformendes und entgasendes Vulkansystem.
Für Aufmerksamkeit sorgte zudem im Oktober 2025 eine Serie zahlreicher kleiner Erdbeben direkt unter dem Laacher See. Der Landeserdbebendienst registrierte rund 60 sehr schwache, für Menschen nicht spürbare Beben in etwa sieben bis acht Kilometern Tiefe. Die Experten betonten allerdings ausdrücklich, dass daraus keine konkrete Gefahrenlage abzuleiten sei. Auch ein direkter Zusammenhang mit den tieferen vulkanischen Erdbeben konnte nicht nachgewiesen werden.
Ein erneuter Ausbruch in der Eifel ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Ausbruch unmittelbar bevorsteht. Das GFZ bezeichnet den Vulkanismus der Region als „langzeitschlafend“. Typische Warnzeichen für einen bevorstehenden größeren Magmaaufstieg müssten sich voraussichtlich durch deutliche Veränderungen bei Erdbeben, Gasen und Bodenbewegungen bemerkbar machen. Deshalb wurde die Überwachung der Osteifel in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut.
Der Laacher See bleibt damit nicht nur eines der eindrucksvollsten Naturgebiete Deutschlands, sondern auch eines der interessantesten Gebiete für die Vulkanforschung. Unter der scheinbar ruhigen Landschaft arbeitet das Vulkansystem weiter – wann und ob es tatsächlich wieder zu einem Ausbruch kommt, lässt sich derzeit jedoch nicht vorhersagen.
Ganz erloschen ist das Vulkansystem offenbar bis heute nicht. Wissenschaftler beobachten seit Jahren sogenannte tief liegende niederfrequente Erdbeben unter der Osteifel. Diese können entstehen, wenn sich magmatische Flüssigkeiten und Gase tief unter der Erdoberfläche bewegen. Seit 2013 werden solche Ereignisse unter und südöstlich des Laacher Sees registriert.
Eine 2026 veröffentlichte Untersuchung lieferte weitere Hinweise auf Bewegung im Untergrund. Für den Zeitraum von September 2022 bis August 2023 konnten Forscher mehr als 1.000 Mikro-Erdbeben erfassen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Flüssigkeiten und magmatische Prozesse die Spannungsverhältnisse unter der Region beeinflussen.
Auch Kohlendioxid tritt weiterhin aus dem Untergrund aus. Messstationen überwachen deshalb Quellen, sogenannte Mofetten und andere Austrittsstellen. Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung beschreibt den Laacher-See-Vulkan als ruhendes, aber weiterhin sich verformendes und entgasendes Vulkansystem.
Für Aufmerksamkeit sorgte zudem im Oktober 2025 eine Serie zahlreicher kleiner Erdbeben direkt unter dem Laacher See. Der Landeserdbebendienst registrierte rund 60 sehr schwache, für Menschen nicht spürbare Beben in etwa sieben bis acht Kilometern Tiefe. Die Experten betonten allerdings ausdrücklich, dass daraus keine konkrete Gefahrenlage abzuleiten sei. Auch ein direkter Zusammenhang mit den tieferen vulkanischen Erdbeben konnte nicht nachgewiesen werden.
Ein erneuter Ausbruch in der Eifel ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Ausbruch unmittelbar bevorsteht. Das GFZ bezeichnet den Vulkanismus der Region als „langzeitschlafend“. Typische Warnzeichen für einen bevorstehenden größeren Magmaaufstieg müssten sich voraussichtlich durch deutliche Veränderungen bei Erdbeben, Gasen und Bodenbewegungen bemerkbar machen. Deshalb wurde die Überwachung der Osteifel in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut.
Der Laacher See bleibt damit nicht nur eines der eindrucksvollsten Naturgebiete Deutschlands, sondern auch eines der interessantesten Gebiete für die Vulkanforschung. Unter der scheinbar ruhigen Landschaft arbeitet das Vulkansystem weiter – wann und ob es tatsächlich wieder zu einem Ausbruch kommt, lässt sich derzeit jedoch nicht vorhersagen.




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